Praxis Dr. med. G. Bandomer
1. 
Unternehmer-SCHULUNGEN BGW
2. 
Informationsmaterial
Materialsammlung - Vordrucke
Veröffentlichungen
3. 
Taxi-, Bus-, Lkw-Fahrer
Fahrerlaubnisklasse B
Fahreignungsgutachten
4. 
Betriebsärztliche Betreuung nach Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) u. Berufsgenossenschaft (BG), DGUV
5. 
Untersuchungen nach berufsgenossenschaftlichen Grundsätzen (G-Untersuchungen)
6. 
Arzt- und Zahnarztpraxen
Therapeutische Praxen, Medizinische Einrichtungen, Pflegedienste, Kliniken
7. 
Sporttauglichkeits-Untersuchungen
Segel- und Sportbootführerschein
8. 
Fern- und Tropenreisen
Prophylaxe und Impfungen
9. 
Neues / Verschiedenes
Rechtliches Kontakt Links Datenschutz Impressum Home

Intramuskuläre Injektionen und Impfungen:

Grundsätzlich:
Bei Injektionen und ganz besonders bei Impfungen mit trockener Nadel, d.h. Kanüle nach dem Aufziehen wechseln (Kanülenspritze darf nicht mit Medikament oder Impfstoff benetzt sein!)

Injektionsort:
1. OBERARM (M. deltoideus), bevorzugte Impfstelle bei Erwachsenen! (STIKO)

Oberarm - max. 2 ml
- Kanüle Nr. 16 bis Nr. 12 (0,6 x 25 - 0,7 x 30 mm)
- 3 QF unterhalb der Schulterhöhe in den Oberarm,
   mindestens 2 cm tief

Alle Impfstoffe - ohne Ausnahme bei Hepatits A, B auch als Kombination (z.B. Twinrix)
Achtung: keine öligen Medikamente, keine Antibiotika, keine Corticoide hier injizieren.

Vorteil bei Impfung in den Oberarm: besseres Ansprechen der Impfungen (besserer Impferfolg) (STIKO)!

2. VENTROGLUTÄAL (nach Hochstetter, gegenüber 3. zu bevorzugen)

Ventroglutäal in Ausnahmefällen
- max. 5 ml
- lange Kanüle Nr. 1 (0,9 x 40 mm) oder länger
- mind. 4-5 cm tief injizieren!

Impfstoffe: Tetanol, Tetagam möglich

In seitlicher Lage des Patienten intraglutäal injizieren (siehe Skizze)

3. DORSOGLUTÄAL
In Bauchlage des Patienten in den oberen-äusseren Quadranten injizieren, mit leichter Neigung der Kanüle nach aussen-oben; und wie unter 2. beschrieben. Mögliche Komplikation beachten!

4. OBERSCHENKEL
Anterolateral (M. vastus lateralis) solange der M. deltoideus (siehe 1.) noch nicht ausreichend ausgebildet ist.
Begründung für die intraglutäale Impfung: Wenn es zu einer lokalen Impfreaktion auf den Impfstoff (z.B. bei Tetanol) kommen kann, ist der Patient weniger durch Schwellung und Lymphknotenvergrösserung beeinträchtigt. Daher kann bei unklarem Tetanus - Impfstatus eine intraglutäale Injektion angewandt werden; auch bei erforderlich grösseren Mengen Tetagam besser ventrogluteal (siehe 2.) impfen.
Cave: Bei Antikoagolantien - Therapie (Marcumar, Liquemin, etc.) keine i.m. - Injektionen!
Bei dringender Indikation kann die Impfung subcutan (s.c.) verabreicht werden:
Tetanol, Tetagam, Diphterie-Impfstoff, Revaxix)


© 2002-2021 Dr. med. G. Bandomer, Betreuung der Website: progressive projects